Siemens Tecnomatix: Digitale Fertigungsplanung für den Digital Thread
Siemens Tecnomatix unterstützt Fertigungsunternehmen dabei, Fertigungsprozesse, Robotik, Materialfluss und Produktionssysteme digital zu planen, zu simulieren und vor der Umsetzung zu validieren.
Siemens Tecnomatix unterstützt Fertigungsunternehmen dabei, Fertigungsprozesse, Robotik, Materialfluss und Produktionssysteme digital zu planen, zu simulieren und vor der Umsetzung zu validieren.
Was ist Tecnomatix?
Tecnomatix ist ein Digital-Manufacturing-Portfolio für digitale Fertigungsplanung, Prozesssimulation und Produktionssystem-Optimierung. Es wird genutzt, um Fertigungsprozesse, Roboterzellen, Automatisierung, Materialfluss, Logistik und menschliche Arbeitsschritte digital zu modellieren, zu simulieren und zu optimieren.
Wichtige Bestandteile sind Process Simulate für 3D-Prozessprüfung, Robotik, Offline-Programmierung, virtuelle Inbetriebnahme und ergonomische Analysen sowie Plant Simulation für ereignisdiskrete Simulation von Materialfluss, Durchsatz, Ressourcen und Logistik. Tecnomatix hilft, Fertigungsprozesse, Anlagenkonzepte und Produktionsflüsse zu planen und zu validieren, bevor sie in ERP, MES oder Shopfloor-Systeme übergehen.
Tecnomatix ist kein ERP und kein MES. Es sitzt typischerweise vor der Ausführung und ist damit ein Bindeglied zwischen Produktentwicklung, Fertigungsplanung und Produktionsausführung. Die operative Ausführung bleibt Aufgabe von MES, Automatisierung und Shopfloor-Systemen. Der Nutzen liegt in besseren Fertigungsentscheidungen vor Investition, Umbau, Ramp-up oder Serienstart.
Wofür ist Tecnomatix relevant?
Ramp-up sichern
Anlagen planen
Änderungen prüfen
Planung verbinden
Zentrale Funktionen von Tecnomatix
3D-Prozessprüfung
Process Simulate ermöglicht die Prüfung von Fertigungsprozessen in einer 3D-Umgebung, von einzelnen Arbeitsplätzen bis zu kompletten Linien.
Robotik
Robotikfunktionen unterstützen Bewegungsplanung, Kollisionsprüfung, Reichweitenbewertung, Taktzeitbetrachtung und Optimierung von Roboterzellen.
Offline-Programmierung
Roboterpfade, Zielpunkte, Orientierungen, Interferenzzonen und Programme können offline erstellt, angepasst und vorbereitet werden.
Virtuelle Inbetriebnahme
Process Simulate unterstützt virtuelle Inbetriebnahme, indem Steuerungslogik, Automatisierungskonzepte und Roboterprogramme vor der realen Inbetriebnahme geprüft werden können.
Ergonomie
Human Simulation unterstützt die Prüfung manueller Tätigkeiten, Erreichbarkeit, Körperhaltung, Zykluszeit, Belastung und Ergonomie von Arbeitsplätzen.
Materialfluss
Plant Simulation unterstützt Simulation und Optimierung von Produktionssystemen, Materialfluss, Durchsatz, Ressourcennutzung und Logistik.
Lizenzen für Tecnomatix
Emixa unterstützt nicht nur bei Auswahl, Einführung, Integration und Betrieb der Software. Unternehmen können die passenden Lizenzen auch direkt über Emixa beziehen. So lassen sich Beratung, Lizenzierung und Umsetzung enger miteinander verbinden. Das ist besonders hilfreich, wenn Lizenzumfang, Nutzerrollen, Module, Bereitstellungsmodell und zukünftige Skalierung noch geklärt werden müssen. Emixa hilft dabei, den tatsächlichen Bedarf einzuordnen, passende Lizenzoptionen zu prüfen und die Software so aufzusetzen, dass sie zum Zielbild, zur bestehenden Systemlandschaft und zum geplanten Rollout passt.
Die Rolle von Tecnomatix im Digital Thread
Im Digital Thread übernimmt Tecnomatix die digitale Fertigungsplanung und Produktionsvalidierung zwischen Produktentwicklung und Fertigungsausführung. Produktstruktur und Geometrie werden in Fertigungsabläufe, Stationen, Ressourcen, Roboterprogramme, Materialflüsse und Arbeitsplatzkonzepte übersetzt.
Der Wert liegt in der virtuellen Prüfung vor der physischen Umsetzung: Ist das Produkt montierbar? Passt der Takt? Sind Roboter erreichbar und kollisionsfrei? Entstehen Engpässe? Ist der Arbeitsplatz ergonomisch tragfähig? Lassen sich Steuerung und Automatisierung vorab testen?
Validierte Planungsdaten bereiten die Übergabe an MES, Automatisierung und Shopfloor vor. Erkenntnisse aus Ramp-up und Produktion sollten zurück in Planung und Produktentwicklung fließen, damit der Digital Thread nicht an der Werksgrenze endet.
Tecnomatix als Fertigungsplanungsschicht im digitalen Produktlebenszyklus
Teamcenter kann Produktstruktur, Varianten, Revisionen, Freigaben und Fertigungsplanungsobjekte verwalten. Tecnomatix nutzt diesen Kontext, um Prozesse, Anlagen, Robotik, Ergonomie und Materialfluss digital zu planen und zu validieren.
Teamcenter Manufacturing und Easy Plan können MBOM, BOP, Ressourcen, Arbeitsfolgen und elektronische Arbeitsanweisungen im PLM-Kontext planen. Tecnomatix ergänzt diese Planung, indem Produktionsabläufe, Robotik, Ergonomie, Materialfluss, Layout und Automatisierung virtuell validiert werden. Relevante Arbeitsplan- und Auftragsinformationen können anschließend in SAP geführt werden, während Opcenter oder andere MES-Lösungen die operative Ausführung übernehmen.
Für Unternehmen ist entscheidend, die Übergabe zwischen Produktstruktur, MBOM, BOP, BOE, Ressourcen, Layout, Simulation, SAP-Routing und MES-Ausführung fachlich zu definieren. Ohne klare Datenhoheit entstehen parallele Prozesswelten in PLM, ERP, lokalen Simulationsmodellen und MES.
Nicht jedes Simulationsmodell muss freigaberelevant sein. Es muss jedoch klar sein, welche Planungsdaten versioniert, geprüft und an nachgelagerte Systeme übergeben werden. Ohne diese Regeln entstehen parallele Prozesswelten in PLM, Excel, lokalen Modellen und MES.
Die Rolle von Tecnomatix zwischen PLM, ERP und MES
Tecnomatix liegt zwischen Fertigungsplanung und realer Ausführung. Teamcenter stellt Produktstruktur, Varianten, MBOM, BOP und weitere Fertigungsplanungsinformationen bereit. Tecnomatix prüft, ob daraus abgeleitete Prozesse, Anlagen, Roboter, Materialflüsse und Arbeitsplätze unter realistischen Bedingungen funktionieren.
SAP übernimmt den kaufmännischen und logistischen Kontext, etwa Materialien, Arbeitsplätze, Arbeitspläne beziehungsweise Routings, Produktionsversionen und Fertigungsaufträge. MES steuert anschließend die operative Ausführung, stellt Arbeitsanweisungen bereit und erfasst Materialverbrauch, Zeiten, Qualität, Status und Traceability.
Tecnomatix ersetzt weder SAP noch MES. Die Lösung validiert die geplante Fertigung vor der Ausführung. Dadurch können Fehler, Engpässe, Kollisionen, ergonomische Risiken oder unrealistische Taktannahmen erkannt werden, bevor sie im realen Produktionsprozess wirksam werden.
Typische Einsatzfälle für Tecnomatix
Roboterzellen planen
Reichweite, Kollisionen, Pfade, Taktzeit und Mehrroboter-Szenarien werden vorab simuliert und optimiert.
Offline programmieren
Roboterprogramme können außerhalb der realen Zelle vorbereitet und angepasst werden, um Inbetriebnahmezeiten, Anlagenstillstände und Risiken am Shopfloor zu reduzieren.
Virtuell in Betrieb nehmen
Automatisierung, Steuerungslogik und Roboterabläufe können mit digitalen Anlagenmodellen geprüft werden, bevor die reale Inbetriebnahme startet.
Materialfluss prüfen
Plant Simulation unterstützt die Analyse von Durchsatz, Engpässen, Puffern, Ressourcennutzung und Logistikflüssen.
Ergonomie bewerten
Manuelle Tätigkeiten und Arbeitsplätze können auf Erreichbarkeit, Körperhaltung, Zykluszeit und Belastung geprüft werden.
Linien ändern
Bei Produktänderungen, neuen Varianten oder Umbauten kann Tecnomatix helfen, Auswirkungen auf Fertigungsabläufe und Produktionsleistung vorab zu bewerten.
Für welche Unternehmen ist Tecnomatix relevant?
Automotive und Zulieferer
Relevant für Unternehmen mit komplexen Linien, Robotik, Karosseriebau, Montage, Varianten und hohem Taktzeitdruck.
Maschinenbau
Relevant für Hersteller, die Montage, Automatisierung, Fertigungszellen oder Materialfluss digital planen und prüfen wollen.
Elektronik und Gerätebau
Relevant bei hoher Variantenvielfalt, kurzen Produktzyklen und sensiblen Produktionsflüssen.
Unternehmen mit PLM- und MES-Zielbild
Relevant für Unternehmen, die Produktdaten, Fertigungsplanung, Produktionsvalidierung und Shopfloor-Ausführung stärker verbinden wollen.
Trainings für Tecnomatix
Eine erfolgreiche Einführung endet nicht mit der technischen Umsetzung. Damit die Software im Alltag sicher genutzt wird, unterstützt Emixa Anwender, Key User und Projektteams auch nach der Implementierung mit passenden Trainings. Die Trainings helfen Teams, Funktionen, Arbeitsweisen und Prozesslogik besser zu verstehen und auf die eigene Praxis zu übertragen. Je nach Bedarf können Inhalte auf Rollen, Vorkenntnisse, konkrete Anwendungsfälle und das Setup im Unternehmen ausgerichtet werden. So entsteht nicht nur Softwarekenntnis, sondern mehr Sicherheit im täglichen Arbeiten mit der Lösung.
Implementierung, Integration und Migration
Am Anfang steht ein klares Zielbild: Welche Rolle soll die Lösung in der Systemlandschaft übernehmen, welche Prozesse und Anwendergruppen sind betroffen, welche Use Cases haben Priorität und welche Integrationen sind wirklich notwendig? Der Einstieg sollte bewusst fokussiert sein, damit Nutzen, Datenflüsse und Verantwortlichkeiten früh sichtbar werden.
Darauf aufbauend werden Prozess- und Datenmodell definiert. Dazu gehören Objekte, Attribute, Beziehungen, Status, Rollen, Workflows, Freigaben, Varianten, Dokumente und relevante Übergaben an andere Systeme. Entscheidend ist, dass Datenhoheit, Systemgrenzen und fachliche Verantwortung geklärt sind, bevor Konfiguration und technische Umsetzung starten.
Die Integration verbindet die Lösung mit Teamcenter, CAD, SAP, ERP, MES, Simulation, ALM, Automatisierung, Dokumentenmanagement, Data & AI oder weiteren Unternehmensanwendungen. Dabei wird festgelegt, welche Daten synchronisiert, verlinkt, referenziert oder übergeben werden. Wichtig sind klare Regeln für Zeitpunkt, Umfang, Status, Fehlerbehandlung und führendes System.
Migration und Einführung werden als eigenes Arbeitspaket geplant. Bestehende Dateien, Dokumente, Anforderungen, Modelle, Ergebnisdaten, Layouts oder Produktstrukturen müssen bewertet, bereinigt und nur dort übernommen werden, wo sie produktiv nutzbar sind. Nach dem Go-live sichern Rollen, Trainings, Standards, Support, Governance und kontinuierliche Verbesserung, dass die Lösung im Alltag funktioniert und dauerhaft verankert wird.
Häufige Herausforderungen bei Projekten mit Tecnomatix
Unklare Datenhoheit
Wenn nicht klar ist, ob PLM, ERP, MES oder lokale Tools führend sind, entstehen doppelte Pflege und widersprüchliche Planungsstände.
Zu viel Detail
Digitale Modelle können zu aufwendig werden, wenn jedes Detail modelliert wird. Entscheidend ist der richtige Detaillierungsgrad für die jeweilige Entscheidung.
Schwache Integration
Ohne saubere Systemanbindung bleiben Simulationen isoliert und verlieren den Bezug zu Produktstruktur, Varianten, Ressourcen, Prozessständen und realer Ausführung.
Alte Datenlast
Bestehende Layouts, Roboterprogramme und Modelle sind oft uneinheitlich. Migration braucht Prüfung, Bereinigung und klare Auswahl.
Pilot ohne Rollout
Ein guter Proof of Concept reicht nicht. Rollen, Standards, Betrieb und Skalierung müssen von Beginn an mitgedacht werden.
Shopfloor-Lücke
Virtuelle Planung hat nur dann Wirkung, wenn Übergaben an Automatisierung, MES, Roboterprogrammierung und Werke praktisch nutzbar sind.
Wie Emixa bei Tecnomatix unterstützt
Zielbild und Scope
Emixa klärt, welche Fertigungsfragen mit Tecnomatix beantwortet werden sollen und welche Module dafür sinnvoll sind.
Prozess und Daten
Emixa modelliert den Ablauf von Produktdaten über MBOM, BOP, Ressourcen, Simulation und Validierung bis zur Übergabe an Ausführung und Shopfloor.
Teamcenter-Anbindung
Emixa unterstützt die Verbindung von Tecnomatix mit Teamcenter-Strukturen, Varianten, Planungsobjekten und Freigaben.
ERP und MES-Kontext
Emixa hilft, die Grenzen und Übergaben zu ERP und MES sauber zu definieren, damit Planung und Ausführung nicht vermischt werden.
Migration und Qualität
Emixa bewertet bestehende Planungsdaten, Modelle und Layouts und unterstützt bei Bereinigung, Strukturierung und Übernahme.
Rollout und Betrieb
Emixa begleitet Pilot, Schulung, Governance, Supportmodell und Ausbau über Werke, Linien oder Produktfamilien hinweg.
Lassen Sie uns über Ihre Herausforderung sprechen
Häufige Fragen zu Tecnomatix
Tecnomatix ist ein Digital-Manufacturing-Portfolio für Fertigungsplanung, Prozesssimulation und Produktionssystem-Optimierung. Es unterstützt die digitale Modellierung und Prüfung von Fertigungsprozessen, Robotern, Automatisierung, Materialfluss, Logistik und menschlichen Tätigkeiten.
Tecnomatix wird genutzt, um Fertigungsprozesse virtuell zu planen, zu simulieren und zu validieren. Typische Aufgaben sind Roboterzellen, Offline-Programmierung, virtuelle Inbetriebnahme, ergonomische Analysen sowie Materialfluss- und Durchsatzsimulation.
Tecnomatix ist relevant für Fertigungsunternehmen mit komplexen Produktionssystemen, Robotik, Variantenfertigung, hohem Ramp-up-Druck oder anspruchsvollen Materialflüssen. Besonders geeignet ist es für Organisationen, die Fertigungsplanung stärker mit PLM, MES, Automatisierung und Werksprozessen verbinden wollen.
Teamcenter kann Produktstruktur, Varianten, Revisionen und Fertigungsplanungsdaten verwalten. Tecnomatix nutzt diesen Kontext, um Prozesse, Anlagen, Roboter, Arbeitsplätze und Materialflüsse zu planen und zu validieren. Plant Simulation X kann mit Teamcenter for Manufacturing und weiteren Siemens-Xcelerator-Lösungen zusammenspielen.
Tecnomatix verbindet Produktentwicklung, Fertigungsplanung und Fertigungsausführung durch digitale Modelle, Simulation und Produktionsvalidierung. PLM hält Produkt- und Planungsdaten, ERP steuert Material, Kosten und Logistik, MES führt Produktion am Shopfloor aus. Tecnomatix prüft Fertigungsprozesse und Produktionssysteme virtuell, ersetzt aber weder ERP noch MES.
Emixa unterstützt bei Zielbild, Use-Case-Auswahl, Prozessdesign, Datenmodell, Teamcenter-Anbindung, ERP/MES-Abgrenzung, Migration und Rollout. Der Fokus liegt darauf, Tecnomatix nicht als isoliertes Planungstool einzusetzen, sondern als Teil einer belastbaren digitalen Fertigungsarchitektur mit klaren Übergaben zu Teamcenter, ERP, MES, Automatisierung und Werken.
Nein. Tecnomatix plant, simuliert und validiert Fertigungsprozesse und Produktionssysteme. MES steuert und dokumentiert die operative Fertigung. Beide Systemtypen können zusammenwirken, müssen aber klare Rollen und Datenübergaben haben.
Typische Daten sind Produktstruktur, Geometrie, Varianten, MBOM, BOP, Prozessfolgen, Ressourcen, Layouts, Roboterinformationen, Takte, Materialflussdaten sowie Steuerungs- oder Automatisierungslogik. Welche Daten wirklich nötig sind, hängt vom Use Case ab. Emixa hilft, den Datenbedarf pragmatisch zu schneiden.
Nein. Tecnomatix ersetzt reale Tests und Inbetriebnahme nicht vollständig. Es hilft, Fertigungsprozesse, Roboterabläufe, Materialfluss, Ergonomie und Automatisierung früher virtuell zu prüfen. Dadurch können Risiken reduziert, reale Tests gezielter vorbereitet und Inbetriebnahmezeiten besser gesteuert werden.
Die Dauer hängt von Use Case, Datenlage, Integrationsbedarf, Anzahl der Werke und gewünschtem Detaillierungsgrad ab. Ein fokussierter Einstieg, etwa für Robotik, Materialfluss oder Ergonomie, ist deutlich schneller umsetzbar als eine integrierte Digital-Manufacturing-Landschaft mit Teamcenter-, ERP-, MES- und Automatisierungsanbindung. Sinnvoll ist ein klarer Kernumfang mit definiertem Erweiterungspfad.