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Was ist Polarion?

Siemens Polarion ist eine browserbasierte ALM-Plattform für Requirements Management, Testmanagement, Workflows, Traceability und Reporting. Unternehmen nutzen Polarion, um Anforderungen strukturiert zu erfassen, zu versionieren, zu prüfen und mit Tests, Risiken, Änderungen, Softwareständen und Nachweisen zu verbinden.

Polarion ist besonders relevant für mechatronische, vernetzte, softwareintensive oder normrelevante Produkte. Es unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Requirements Engineering, Softwareentwicklung, Testing, Qualität und Projektleitung in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung.

Polarion ist kein CAD-, ERP- oder MES-System und verwaltet nicht die vollständige Produktstruktur wie ein PLM-System. Seine Stärke liegt im Anforderungs-, Test- und Nachweiskontext. In Verbindung mit Teamcenter können Anforderungen und softwarebezogene Artefakte mit Produktdaten, Konfigurationen und Änderungsprozessen verknüpft werden.

Wofür ist Polarion relevant?

Polarion ist relevant, wenn Anforderungen, Software, Tests und Nachweise nicht mehr zuverlässig in Dokumenten, Tabellen, E-Mails oder isolierten Ticketsystemen gesteuert werden können. Das betrifft vor allem Unternehmen, deren Produkte mechatronisch, vernetzt, softwareintensiv oder normrelevant sind. Für Engineering Leader schafft Polarion Transparenz über den Status von Anforderungen und Tests. Für IT- und Systemverantwortliche schafft es eine klare ALM-Rolle in der Systemlandschaft. Für Transformationsentscheider zeigt Polarion, wo Anforderungen, Tests, Softwarestände, Produktdaten und Nachweise verbunden werden müssen, damit ein belastbarer Digital Thread entsteht.

Klare Anforderungen

Polarion hilft, Anforderungen strukturiert zu erfassen, zu versionieren, zu prüfen und freizugeben. So wird aus losem Text ein steuerbares Entwicklungsobjekt.

Sichere Änderungen

Änderungen lassen sich mit betroffenen Anforderungen, Tests, Risiken und Releases verbinden. Das erleichtert Impact-Analysen und reduziert unklare Folgeeffekte.

Test und Nachweis

Tests können direkt mit Anforderungen verknüpft werden. Dadurch wird sichtbar, was geprüft wurde, was offen ist und wo Nachweise fehlen.

Audit und Normen

Für regulierte Branchen schafft Polarion eine nachvollziehbare Datenbasis für Reviews, Freigaben, elektronische Signaturen, Reports, Audit-Pfade und Compliance-Nachweise.

Zentrale Funktionen von Polarion

Anforderungen

Teams erfassen, strukturieren und prüfen Anforderungen in Polarion. LiveDocs und Work Items helfen, dokumentenorientiertes Arbeiten mit objektbasierter Traceability zu verbinden.

Tests

Testfälle, Testläufe und Testergebnisse können mit Anforderungen, Fehlern und Freigaben verknüpft werden. So entsteht ein klares Bild über Abdeckung, Status und offene Risiken.

Traceability

Polarion verknüpft Anforderungen, Tests, Aufgaben, Risiken, Änderungen und Softwareartefakte. Das unterstützt Impact-Analysen und Nachweise über den Entwicklungsstand.

Workflows

Freigaben, Reviews, Statuswechsel und Rollen können über konfigurierbare Workflows gesteuert werden. Das hilft, Prozesse zu standardisieren, ohne jede Entscheidung manuell nachzuhalten.

Versionen

Versionierung, Baselines und Historie machen nachvollziehbar, welcher Stand zu welchem Zeitpunkt galt. Das ist wichtig für Releases, Varianten, Audits und parallele Entwicklungsstränge.

Risiken

Risiken, Fehler, Abweichungen und Maßnahmen können mit Anforderungen und Tests verbunden werden. So werden Qualitäts- und Compliance-Themen Teil des Entwicklungsprozesses.

Reports

Dashboards und Reports zeigen Fortschritt, Abdeckung, offene Punkte und Prozessstatus. Entscheider sehen schneller, wo Projekte stabil sind und wo Klärung nötig ist.

Toolchain

Polarion kann über APIs, Konnektoren und Austauschformate mit anderen Tools verbunden werden, zum Beispiel mit Teamcenter, Jira, Azure DevOps, Git, Simulink, Jenkins, Testtools oder ReqIF-basierten Kunden- und Lieferantenprozessen.

Lizenzen für Polarion

Emixa unterstützt nicht nur bei Auswahl, Einführung, Integration und Betrieb der Software. Unternehmen können die passenden Lizenzen auch direkt über Emixa beziehen. So lassen sich Beratung, Lizenzierung und Umsetzung enger miteinander verbinden. Das ist besonders hilfreich, wenn Lizenzumfang, Nutzerrollen, Module, Bereitstellungsmodell und zukünftige Skalierung noch geklärt werden müssen. Emixa hilft dabei, den tatsächlichen Bedarf einzuordnen, passende Lizenzoptionen zu prüfen und die Software so aufzusetzen, dass sie zum Zielbild, zur bestehenden Systemlandschaft und zum geplanten Rollout passt.

Lizenzen anfragen

Die Rolle von Polarion im Digital Thread

Im Digital Thread übernimmt Polarion die ALM-Schicht: Es verbindet den Ursprung einer Anforderung mit Umsetzung, Test, Risiko, Änderung, Freigabe und Nachweis. Für Fertigungsunternehmen ist das wichtig, weil Produktfunktionen heute oft aus Mechanik, Elektrik, Elektronik und Software entstehen. Polarion strukturiert Kunden-, Markt-, Norm- und Systemanforderungen so, dass sie geprüft, diskutiert und freigegeben werden können. Tests werden mit Anforderungen verknüpft. So entsteht Transparenz darüber, ob eine Anforderung abgedeckt, bestanden oder noch offen ist.

Ohne klare Traceability bleibt unklar, welche Anforderung durch welche Lösung erfüllt, getestet und freigegeben wurde. Änderungen können über verknüpfte Artefakte bewertet werden. Teams sehen, welche Tests, Risiken, Releases oder Produktbereiche betroffen sein können. Freigaben, Historie und Reports schaffen einen nachvollziehbaren Pfad für interne Reviews, Kundenabnahmen und externe Audits. Polarion bildet dabei nicht den gesamten Digital Thread allein ab. Es liefert den ALM-Kontext: Anforderungen, Testfälle, Testergebnisse, Änderungen, Risiken, Reviews, Freigaben, Baselines und Nachweise. In Verbindung mit PLM, CAD, Simulation, ERP und MES entsteht daraus ein belastbarer Zusammenhang zwischen Produktidee, Entwicklung, Produktion und Service.
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Polarion als ALM-Schicht im digitalen Produktlebenszyklus

Polarion ergänzt den digitalen Produktlebenszyklus um Anforderungen, Tests, ALM-Workflows und Traceability. [Teamcenter](LINK-ZU-TEAMCENTER) bleibt der PLM-Backbone für Produktdaten, Produktstruktur, Konfigurationen und Engineering Changes; Polarion führt den ALM-Kontext für Requirements, Verifikation und softwarebezogene Nachweise.

Die Verbindung ist besonders relevant für mechatronische und cyber-physische Produkte. Anforderungen aus Polarion können mit Produktstrukturen, Baugruppen, Softwareständen oder Änderungsobjekten in Teamcenter verknüpft werden. So wird sichtbar, welche Produktbestandteile welche Anforderungen erfüllen sollen und welche Tests oder Nachweise dazugehören.

Ein gutes Integrationsdesign vermeidet unnötige Datenkopien. Beide Systeme bleiben für ihre fachlichen Objekte führend, während Verknüpfungen Impact-Analysen, Reviews und disziplinübergreifende Traceability ermöglichen.
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Die Rolle von Polarion zwischen PLM, ERP und MES

Polarion liegt fachlich im Engineering- und ALM-Bereich. Es beschreibt und prüft, was ein Produkt, System oder eine Software leisten muss, und verbindet Anforderungen mit Tests, Risiken, Änderungen, Releases und Nachweisen.

[PLM](LINK-ZU-PLM) beziehungsweise Teamcenter verwaltet technische Produktdefinition und Produktstruktur. ERP steuert kaufmännische und logistische Prozesse. MES führt Produktionsprozesse auf dem Shopfloor aus. Polarion ersetzt diese Systeme nicht, sondern liefert den Anforderungs-, Test- und Nachweiskontext, der mit Produktobjekten und Änderungen verbunden werden kann.

Eine Anforderung kann Auswirkungen auf Produktobjekte im PLM, Material- oder Kostenentscheidungen im ERP und Prüf- oder Fertigungsprozesse im MES haben. Der Nutzen entsteht deshalb durch klare Systemrollen und gezielte Verknüpfungen, nicht durch parallele Datenhaltung.
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Typische Einsatzfälle für Polarion

Requirements neu ordnen

Unternehmen ersetzen Word-, Excel- oder E-Mail-basierte Anforderungen durch strukturierte, versionierte und freigabefähige Requirements in Polarion.

Testabdeckung sichern

Engineering und Qualität wollen sehen, welche Anforderungen durch Tests abgedeckt sind und wo noch Lücken, Fehler oder offene Nachweise bestehen.

Software im Produkt

Softwareanforderungen müssen mit Produktfunktionen, Hardware, Steuergeräten, Releases oder Varianten verknüpft werden.

Normen und Audits erfüllen

Regulierte Entwicklungsprozesse benötigen nachvollziehbare Reviews, Freigaben, elektronische Signaturen, Historie und Audit-fähige Reports.

Varianten steuern

Teams entwickeln mehrere Produktlinien, Plattformen oder Releases parallel und müssen Anforderungen, Tests und Änderungen wiederverwenden oder verzweigen.

Toolchain verbinden

Polarion wird mit Teamcenter, Jira, Azure DevOps, Git, Simulink, Testtools oder CI/CD-Prozessen verbunden, damit Traceability nicht an Toolgrenzen endet.

Für welche Unternehmen ist Polarion relevant?

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Maschinenbau

Relevant für Hersteller, die Maschinen, Anlagen oder Module mit Software, Steuerung, Sensorik und Varianten entwickeln.

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Automotive

Relevant für OEMs und Zulieferer, die Anforderungen, Software, Tests, Safety, Varianten und Releases nachvollziehbar steuern müssen.

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Medizintechnik

Relevant für Unternehmen mit hohen Anforderungen an Nachweise, Reviews, Risiken, Tests und Audit-Pfade.

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Elektronik

Relevant für Teams, die Hardware, Firmware, Embedded Software und Tests über mehrere Tools hinweg verknüpfen müssen.

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Verteilte Teams und Lieferanten

Relevant für Organisationen mit mehreren Standorten, Fachbereichen oder Lieferanten, bei denen Anforderungen, Tests, Reviews und Freigaben nicht mehr lokal gesteuert werden können.

Trainings für Polarion

Eine erfolgreiche Einführung endet nicht mit der technischen Umsetzung. Damit die Software im Alltag sicher genutzt wird, unterstützt Emixa Anwender, Key User und Projektteams auch nach der Implementierung mit passenden Trainings. Die Trainings helfen Teams, Funktionen, Arbeitsweisen und Prozesslogik besser zu verstehen und auf die eigene Praxis zu übertragen. Je nach Bedarf können Inhalte auf Rollen, Vorkenntnisse, konkrete Anwendungsfälle und das Setup im Unternehmen ausgerichtet werden. So entsteht nicht nur Softwarekenntnis, sondern mehr Sicherheit im täglichen Arbeiten mit der Lösung.

Training anfragen

Implementierung, Integration und Migration

Am Anfang steht ein klares Zielbild: Welche Rolle soll die Lösung in der Systemlandschaft übernehmen, welche Prozesse und Anwendergruppen sind betroffen, welche Use Cases haben Priorität und welche Integrationen sind wirklich notwendig? Der Einstieg sollte bewusst fokussiert sein, damit Nutzen, Datenflüsse und Verantwortlichkeiten früh sichtbar werden.

Darauf aufbauend werden Prozess- und Datenmodell definiert. Dazu gehören Objekte, Attribute, Beziehungen, Status, Rollen, Workflows, Freigaben, Varianten, Dokumente und relevante Übergaben an andere Systeme. Entscheidend ist, dass Datenhoheit, Systemgrenzen und fachliche Verantwortung geklärt sind, bevor Konfiguration und technische Umsetzung starten.

Die Integration verbindet die Lösung mit Teamcenter, CAD, SAP, ERP, MES, Simulation, ALM, Automatisierung, Dokumentenmanagement, Data & AI oder weiteren Unternehmensanwendungen. Dabei wird festgelegt, welche Daten synchronisiert, verlinkt, referenziert oder übergeben werden. Wichtig sind klare Regeln für Zeitpunkt, Umfang, Status, Fehlerbehandlung und führendes System.

Migration und Einführung werden als eigenes Arbeitspaket geplant. Bestehende Dateien, Dokumente, Anforderungen, Modelle, Ergebnisdaten, Layouts oder Produktstrukturen müssen bewertet, bereinigt und nur dort übernommen werden, wo sie produktiv nutzbar sind. Nach dem Go-live sichern Rollen, Trainings, Standards, Support, Governance und kontinuierliche Verbesserung, dass die Lösung im Alltag funktioniert und dauerhaft verankert wird.

Häufige Herausforderungen bei Projekten mit Polarion

Unklare Rolle

Wenn nicht klar ist, was Polarion, Teamcenter, SAP oder MES jeweils führen sollen, entstehen doppelte Daten und widersprüchliche Prozesse.

Zu viel Individualisierung

Starke Anpassungen und Custom Code können kurzfristig attraktiv wirken, erhöhen aber Wartung, Upgrade-Aufwand, Testaufwand und Abhängigkeiten.

Schwache Datenqualität und harte Migration

Alte Anforderungen, Duplikate, unklare Attribute, fehlende Links und uneinheitliche Dokumentstrukturen bremsen Migration und Reporting. Datenbereinigung, Mapping, Importtests und Validierung müssen als eigenes Arbeitspaket geplant werden.

Falsche Links

Traceability ist nur wertvoll, wenn Links fachlich sinnvoll sind. Zu viele oder falsche Linktypen erzeugen Aufwand ohne Entscheidungsnutzen.

Tool statt Prozess

Requirements, Testing, Qualität und Engineering müssen fachlich mitgestalten.

Geringe Akzeptanz

Nutzer akzeptieren Polarion eher, wenn Templates, Workflows und Reports ihren Alltag verbessern und nicht nur zusätzliche Pflichtfelder erzeugen.

Wie Emixa bei Polarion unterstütz

Emixa unterstützt Unternehmen dabei, Polarion fachlich sinnvoll und technisch sauber in ihre Engineering- und IT-Landschaft einzubetten. Der Fokus liegt nicht auf schneller Tool-Konfiguration, sondern auf belastbaren Prozessen, Datenmodellen, Rollen, Integrationen und Betrieb. Emixa hilft vor allem dort, wo Polarion mit Teamcenter, DevOps-Tools, Testprozessen, SAP-nahen Abläufen oder bestehenden Requirements-Daten zusammenspielen muss. Ziel ist ein Setup, das nutzbar, wartbar und skalierbar bleibt.

Fit klären

Emixa bewertet, ob Polarion für den jeweiligen Use Case passt, welcher Einstieg sinnvoll ist und welche Vorarbeiten bei Prozessen, Daten oder Toolchain nötig sind.

Zielbild bauen

Gemeinsam mit Engineering, Qualität und IT definiert Emixa die Rolle von Polarion im Digital Thread und in der Gesamtarchitektur.

Setup führen

Emixa unterstützt bei Templates, Workflows, Rollen, Berechtigungen, Reports, Baselines und Projektstrukturen.

Systeme verbinden

Emixa plant und realisiert Integrationen mit Teamcenter, Jira, Azure DevOps, Git, Testtools, ReqIF-Prozessen und weiteren Systemen, wenn diese fachlich nötig sind.

Daten migrieren

Emixa unterstützt bei Datenanalyse, Mapping, Bereinigung, Import, Testläufen und Validierung von Anforderungen, Tests und Dokumenten.

Teams befähigen

Emixa begleitet Pilot, Rollout, Training und Governance, damit Polarion nicht nur eingeführt, sondern im Alltag genutzt wird.

Lassen Sie uns über Ihre Herausforderung sprechen

Häufige Fragen zu Polarion

Polarion prüfen

Siemens Polarion ist eine ALM-Plattform für Requirements Management, Testmanagement, Workflows, Traceability und Reporting. Unternehmen nutzen Polarion, um Anforderungen, Tests, Änderungen, Risiken und Freigaben strukturiert zu steuern. Besonders relevant ist Polarion für komplexe, softwareintensive oder regulierte Entwicklungsumgebungen. Polarion ergänzt PLM-, ERP- und MES-Systeme, ersetzt sie aber nicht.

Polarion wird genutzt, um Anforderungen zu erfassen, zu prüfen, zu versionieren und mit Tests, Risiken, Änderungen und Nachweisen zu verknüpfen. Teams können damit Testabdeckung, Freigaben, offene Punkte und Impact-Analysen nachvollziehen. In Fertigungsunternehmen unterstützt Polarion vor allem die Entwicklung cyber-physischer Produkte, bei denen Mechanik, Elektrik, Elektronik und Software zusammenwirken.

Polarion ist relevant für Unternehmen, die komplexe Anforderungen, Software, Tests, Varianten oder regulatorische Nachweise steuern müssen. Dazu zählen unter anderem Maschinenbau, Automotive, Medizintechnik, Elektronik, Aerospace, Heavy Equipment und andere Fertigungsbranchen. Besonders sinnvoll ist Polarion, wenn mehrere Standorte, Fachbereiche oder Lieferanten an gemeinsamen Anforderungen und Tests arbeiten.

Polarion und Teamcenter ergänzen sich in unterschiedlichen Rollen. Polarion führt Anforderungen, Tests, ALM-Workflows und Traceability, während Teamcenter Produktdaten, Produktstruktur, Konfigurationen und PLM-Prozesse verwaltet. Über Integration können Anforderungen und Software-bezogene Artefakte mit Produktobjekten in Teamcenter verbunden werden. Dadurch wird nachvollziehbar, welche Produktanforderung mit welcher Produktstruktur, welchem Softwarestand, welchem Test und welchem Nachweis verbunden ist.

Polarion liefert den Anforderungs-, Test- und Nachweiskontext im Engineering. PLM verwaltet Produktdefinition und Produktstruktur, ERP steuert kaufmännische und logistische Daten, MES führt Produktionsprozesse aus. Polarion sollte diese Systeme nicht duplizieren. Der Nutzen entsteht, wenn Anforderungen, Änderungen, Tests und Nachweise gezielt mit PLM-, ERP- oder MES-relevanten Prozessen verbunden werden, ohne Systemrollen zu vermischen.

Emixa unterstützt bei Bewertung, Zielbild, Prozessdesign, Datenmodell, Konfiguration, Integration, Migration und Rollout. Dabei wird geklärt, welche Rolle Polarion in der Systemlandschaft übernimmt und wie es mit Teamcenter, DevOps-Tools, Testtools oder weiteren Systemen zusammenspielt. Emixa begleitet auch Governance, Schulung und Einführung, damit Polarion im Alltag nutzbar bleibt.

Die Dauer hängt stark von Umfang, Datenqualität, Integrationen, Compliance-Anforderungen und Anzahl der Nutzergruppen ab. Ein fokussierter Pilot kann deutlich schneller umgesetzt werden als ein globaler Rollout mit Migration und mehreren Systemintegrationen. Wichtig ist, früh ein klares Zielbild zu definieren und nicht zu viele Prozesse gleichzeitig umzubauen. Sinnvoll ist ein kontrollierter Start mit einem realen Use Case und klar definiertem Erweiterungspfad.

Typische Migrationsdaten sind Anforderungen, Spezifikationen, Testfälle, Teststrukturen, Links, Attribute, Dokumente, Baselines und ausgewählte historische Informationen. Vor der Migration sollten Daten bereinigt, klassifiziert und auf ihre künftige Struktur gemappt werden. Nicht jede Altdatenstruktur sollte unverändert übernommen werden. Entscheidend ist, welche Daten für Traceability, Reports, Freigaben und laufende Projekte wirklich benötigt werden.

Ja, Polarion kann in bestehende Toolchains eingebettet werden, wenn Rollen und Schnittstellen klar definiert sind. Häufige Anbindungen betreffen Teamcenter, Jira, Azure DevOps, Git, Simulink, Testtools, CI/CD-Prozesse oder ReqIF-Austausch mit Kunden und Lieferanten. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Integrationen, sondern ihr fachlicher Zweck, die Datenhoheit und der Nutzen für Traceability, Reporting oder Freigabeprozesse. Eine gute Architektur vermeidet unnötige Datenduplikate und hält Systemverantwortung klar.

Nicht zwingend. Polarion kann Jira, Azure DevOps, Git, Testtools oder CI/CD-Prozesse ergänzen, wenn Anforderungen, Tests, Traceability und Nachweise übergreifend gesteuert werden müssen. Entscheidend ist, welche Rolle jedes System übernimmt: Polarion sollte nicht jede operative Entwicklungsaktivität duplizieren, sondern den ALM-Kontext, die Nachvollziehbarkeit und die Freigabelogik sauber abbilden.